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Steuererklärungen und Finanzberatung, Buchhaltung und Schulung, Unternehmensgründung und -optimierung




lic. oec. Thomas von Ah
von Ah Treuhand
Oberwil 61
8500 Frauenfeld
Telefon 052 722 44 42 *

 

*Die Verwendung der Adressdaten zu Werbezwecken ist nicht erlaubt; Werbeanrufe aller Art führen zu einer gebührenpflichtigen Verwarnung (Fr. 90.-- + MWST, zahlbar innert 7 Tagen).

 


Merkblatt

Für die Buchhaltungspflicht von Klein- und Kleinstfirmen / Nebenerwerben (Einzelfirmen ohne MWST-Pflicht)

  1. Für die Steuern müssen wir zuerst die gesamten Einnahmen kennen. Diese müssen nach Eingang bar und nach Eingang für jedes Bank- oder Postkonto aufgeschlüsselt und die Einzelbeträge rekonstruierbar sein. Das kann über ein Buchhaltungsprogramm erfolgen, aber auch mit einem Zettel, wo die Einzelbeträge von Hand in Kolonnen bar, Bank, Post usw. eingetragen und zusammengezählt werden.
  2. Bei den Ausgaben müssen wir zuerst die grobe Unterscheidung machen zwischen:
    • Investitionen: Das sind Güter und Leistungen, die nicht sofort verbraucht werden, sondern in der Regel mehr als ein
    • Laufende Ausgaben
  3. Für jede Ausgabenkategorie muss ein gleiches Blatt wie bei den Einnahmen entweder über ein Buchhaltungsprogramm oder ein Blatt Papier erstellt werden. Für die Ausgaben ergibt das in der Regel folgende Blätter:
    Investitionen: Konto:
      Werkzeuge und Maschinen
    1110
      Bürogeräte 1116
      Mobiliar und Einrichtung 1117
      Fahrzeuge 1120
         
    Laufende Ausgaben:  
      Einkauf Handelswaren 3000
      Fremdarbeiten (Leistungen selbständiger Dritter) 3500
      Löhne (ohne Eigenlohn, dieser ergibt sich als Saldo der Buchhaltung) 4000
      AHV/ALV Mitarbeiter 4050
      AHV Betriebsinhaber(in) 4055
      Lohnausfallversicherungen Unfall / evtl. Teil Krankentaggeld 4060
      BVG 4070
      Weiterbildung / übrige Personalausgaben: Kurse, Weihnachtsessen, Arbeitskleider usw. 4090
      Mitarbeiter-Spesen für Essen usw. 4092
      Mietzinsen 4100
      Bank- und Postcheckgebühren / Bankspesen aller Art 4200
      Unterhalt Maschinen und Werkzeuge 4310
      Unterhalt Bürogeräte 4316
      Unterhalt Mobiliar und Einrichtung 4317
      Unterhalt Fahrzeuge (Benzin, Service, Autoreparaturen, Autoversicherungen, Fahrzeugsteuer, Vignette usw.) beim Vorhandensein mehrerer Fahrzeuge ein Blatt pro Fahrzeug; Benzin kann gemeinsam sein und evtl. Versicherung / Verkehrssteuer (4321, 4322 usw.)
    4320
      Leasing Autos (ich brauche eine Kopie aller Leasingverträge), bei mehreren Fahrzeugen 4421, 4422, usw. 4420
      Geschäftsversicherung gegen Feuer, Wasser, Diebstahl und Haftpflicht / Produktehaftpflicht, evtl. Anteil Privatversicherung 4500
      Amtliche Gebühren (Notar, Bewilligungen, Handelsregisteramt usw.) 4550
      Strom, Wasser, Heizung, Reinigung, Entsorgung 4600
      Büromaterial, Drucksachen, Kopierpapier, Ordner usw. 4700
      Abonnemente, Mitgliederbeiträge, Spenden 4710
      Telefon, Internet
    4720
      Porti 4730
      Treuhänder, Anwalt, Betreibungen und Wirtschaftsauskünfte usw. 4760
      Werbematerial, Inserate 4800
      Auswärtige Spesen Restaurants und Hotels 4860
      Öffentliche Verkehrsmittel (Bahn, Bus, Taxi, evtl. Flugzeug) 4870
      Übriger Betriebsaufwand 4990
         
  4. Die Belege müssen sauber geordnet sein. Sollte einmal ein Beleg verloren- oder vergessen gegangen sein, können Sie selbst eine Notiz erstellen. Korrekte Buchführung heisst, dass sämtliche Belege während 10 Jahren aufbewahrt werden und sämtliche Totale in dieser Zeit jederzeit rekonstruierbar sein müssen. Auch zugehörige Verträge müssen so lange aufbewahrt werden.
  5. Für einen korrekten Abschluss muss ich ausserdem wissen, ob und in welchem Ausmass Aufwände zum Teil Privatanteile enthalten (z.b. Auto, nicht zwischen Privat und Geschäft getrennte Telefonrechnungen usw.) bzw. privat Dinge bezahlt werden, die zum Teil geschäftlich genutzt werden (Miete, Strom usw.)
  6. Daneben gibt es folgende Dinge, für die ich jeweils ein Blatt brauche:
    - Aufwendungen, die im alten Geschäftsjahr angefallen sind, aber erst im neuen Geschäftsjahr bezahlt werden (so genannte Kreditoren Konto z.B. Telefonrechnung vom Dezember 2010 im Januar 2011.

    Investitionen: Konto:



    ebensolche Erträge (Debitoren)
    Sachen, die zu früh bezahlt wurden (z.B. Leasing Januar schon im Dezember)
    Inventar Warenlager
    1050
    1090
    1070

    Nur so können wir den effektiven Erfolg Ihrer Firma feststellen.
  7. Bis Fr. 100'000.— Umsatz bzw. Annäherung an MWST-Pflicht genügt eine solche Buchhaltung, darüber ist ein PC-Programm fast unerlässlich (Sie können bei mir unter Anleitung buchen; ich habe ein solides, einfaches Programm, das Sie schnell können). Auch für GmbH’s und Aktiengesellschaften ist fast nur eine Buchhaltung über den PC korrekt möglich.
  8. Die Führung einer soliden Buchhaltung bedeutet zwar viel Aufwand, stellt aber eine gesetzliche Pflicht dar. Wenn Sie selbst zu wenig Zeit oder Lust haben, kann ich jemanden aus Ihrem Verwandten-/Bekanntenkreis instruieren. Nur die genaue Befolgung vermeidet gravierende Probleme mit dem Steueramt (auch mit korrekten Unterlagen hat man zum Teil schon genügend Umtriebe).
  9. Das Steueramt akzeptiert nur effektiv geschäftsnotwendige Aufwendungen. Bei Luxusausgaben (z.B. Autokauf bzw. Leasing mit Neupreis über ca. Fr. 35'000.--) erfolgt ein zum Teil massiver Steuerzuschlag.
  10. Für die Erstellung des Jahresabschlusses brauche ich auch die AHV-Verfügungen (+AHV-Rechnungen) des jeweiligen Jahres sowie alle Lohndeklarationen und Schlussrechnungen der Versicherungen (Unfall- und Krankentaggeld für Mitarbeiter, BVG) sowie eine Kopie aller Versicherungspolicen.
  11. Ich muss sämtliche Belege jeweils mindestens bis Ende September des Folgejahres haben (bei anderem Abschlussdatum als Ende Jahr möglichst bis 31. Dezember des Folgejahres).
  12. Nur wenn Sie dieses Merkblatt ernst nehmen, kann ich seriöse Geschäftsabschlüsse und Steuerdeklarationen erstellen. Wenn Sie das nicht tun, sind Ärger mit dem Steueramt und zu hohe Steuerrechnungen vorprogrammiert und auch hohe Rechnungen von mir. Im Falle von ungenügender Zusammenarbeit trotz mehrfacher Instruktion durch mich muss ich mir vorbehalten, das Mandat niederzulegen.



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